Markus, nach über vier Jahrzehnten als Lohnimprägnierer ist KID heute auch als Anbieter maßgeschneiderter Anlagenlösungen auf dem Markt aktiv. Warum gerade jetzt? Und warum mit Schuster?
Markus Alterauge: "Der Entscheidungszeitpunkt kam aus der Praxis. Unsere Kunden stehen immer wieder vor der Frage: Geben wir die Imprägnierung unserer Bauteile in die Hände eines erfahrenen Dienstleisters oder nehmen wir selbst Ressourcen in die Hand und betreiben eine eigene Anlage? Wir wollten ihnen mehr als nur eine Antwort geben. Wir wollten ihnen eine Wahl geben. Doch klar war für uns: Wenn wir Anlagen anbieten, dann müssen sie unseren KID-Qualitätsansprüchen gerecht werden. Das heißt höchste Prozesssicherheit, minimaler Harz- und Abwasserverbrauch, nachhaltige Kreisläufe und absolute Zuverlässigkeit. Dafür brauchten wir einen Maschinenbauer, der nicht nur nach Zeichnung baut, sondern mit uns zusammen an Kundenlösungen arbeitet.
Schuster hat uns nicht mit PowerPoint-Präsentationen überzeugt, sondern mit Leistung. Technisch brillant, enge Kommunikation, bodenständig und lösungsorientiert. Genau das brauchen unsere Kunden."
Jannik, du hast das Anlagen-Geschäft der KID mit vorangetrieben. Warum denkst du war diese Entwicklung notwendig und sinnvoll?
Jannik Alterauge: "Die Industrie steht unter enormem Druck - wirtschaftlich, regulatorisch, technologisch. Investitionen müssen sitzen. Prozesse müssen messbar effizienter werden. Und Nachhaltigkeit ist kein Bonus mehr, sondern Pflicht.
Viele Kunden sagen uns: ‚Wir wollen unabhängig sein, ohne Qualität einzubüßen.‘ Genau da setzen wir mit unserem neuen Geschäftszweig an. Unsere Anlagen sind nicht von der Stange. Sie sind das Ergebnis von 45 Jahren Lohnimprägnier-Erfahrung kombiniert mit hochmoderner Maschinenbautechnik. Jede Anlage wird in enger Zusammenarbeit mit Schuster individuell angepasst - Bauteilgröße, Volumen, Taktung, Standort, Abwasserstrategie, Chemiemanagement… einfach alles."
Markus Alterauge: "Das Besondere ist: Schuster konstruiert Maschinen, wir betreiben sie seit Jahrzehnten tagtäglich unter echten Produktionsbedingungen, denn wir imprägnieren über zwei Millionen Kundenbauteile jeden Monat. Wir wissen, wie sich eine Anlage nach zwei, fünf oder zehn Jahren verhält. Wann Prozesse knifflig werden, wo jede Sekunde zählt, was von Bauteilen am Ende erwartet wird. Mit diesem Praxiswissen verbessern wir die Maschinen kontinuierlich und das fließt natürlich auch in jede einzelne Anlage ein. So entstehen Lösungen, die auch im 24/7-Betrieb stabil laufen."
Wie erlebt ihr die Zusammenarbeit zwischen KID und Schuster?
Jannik Alterauge: "Beide Unternehmen stehen für deutsche Ingenieurskunst, Verlässlichkeit und ein sehr bodenständiges Leistungsversprechen: Wenn wir etwas machen, dann richtig.
Schuster tickt ähnlich wie wir. Pragmatisch, lösungsfokussiert, aber auch innovativ. Das macht die Arbeit extrem angenehm und sehr effizient."
Auf der EUROGUSS 2026 können Kunden euch auf einem gemeinsamen Messestand antreffen. Worauf dürfen sich Besucher der Messe freuen?
Markus Alterauge: "Auf einen sehr klaren Blick in die Zukunft der Imprägniertechnik. Und auf Lösungen, die nicht nur technisch beeindruckend sind, sondern im Alltag unserer Kunden echte Probleme lösen. Wir freuen uns darauf, das gemeinsam mit Schuster zu zeigen."